Abhärtung

durch: Winterschwimmen/Eislochbaden/Schneebaden

Kaltduschen/Duschen unter dem Wasserzulaufrohr am See

ins Bachwasser legen/Kneippsche Wasseranwendungen/Sauna

So entkommen Sie der Spätsommergrippe und anderer grippaler Infekte. Ganz ohne Medikamente!

Grundsätzlich spielt die Stärkung des Immusystems eine zentrale Rolle, wenn es um die Abwehr von Krankheitserregern geht. Abhärtung ist neben der Ernährung und dem sportlichen Training ein entscheidender Faktor, das Immunsystem zu stärken.

 

"Abhärtungsmaßnahmen durch Kälte und Wärme sind ideal, um den Körper nachhaltig fit zu machen", sagt Rainer Brenke, Chefarzt der Akutabteilung für Naturheilverfahren an der Hufeland-Klinik in Bad Ems. "Allerdings funktioniert die Abhärtung nur, wenn der Körper regelmäßig gereizt und gefördert wird." Das Prinzip ist Stress, aber im positiven Sinne: "Durch die Kälte- oder Wärmereize muss der Körper Temperaturunterschiede regulieren."

 

Es gibt viele Möglichkeiten, sich abzuhärten: vom Wechselduschen über Barfußgehen im neugefallenen Schnee bis zum Eislochbaden. Es ist immer ein Frage der Zeit und der äußeren Bedingungen. Schauen Sie Mal:

Menschen, die mich im Winter beim Schwimmen beobachten denken: Das könnte ich nicht. Das ist mir zu kalt!

 

Falsch gedacht. Doch, das könnten Sie! Glauben Sie mir. Mir ist auch (zu) kalt. Jedesmal. Am Anfang. Darüber setze ich mich hinweg - dann kommt der Ertrag: ein prickelndes Hochgefühl bis zur Euphorie, ein ungeahnter Energieschub und ein starkes Immunsystem für künftige Attacken auf meine Gesundheit. Der Wille entscheidet und ist zugleich die einzige Hürde, die es zu überwinden gilt.


 

 

 

Und wenn die Eisdecke zu dick geworden ist, bieten sich spaßige Alternativen.


Was passiert hier gerade mit meinem Körper?

In meinem Gewebe befinden sich unzählige Schmerzrezeptoren, die den Kälteschock postwendend ans Gehirn melden. Dies befindet nach wenigen Sekunden, die Schmerzgrenze sei überschritten. Die normale Reaktion wäre, dem Wasserstrahl zu entweichen. Doch mein analytisch arbeitender Stirnlappen weiß um die Ungefährlichkeit der Situation: Drei Minuten Eiswasser - kein Problem. Er zwingt den Rest des Gehirns, nicht auf die Empfehlung zu hören und auszuharren.

 

 Nachdem ich die Tortur überstanden habe, erlebe ich noch etwas Erstaunliches: In mir regt sich eine unverschämt gute Laune. Geradezu freudig empfinde ich euphorisch die heftigen Stressreaktionen. Ich lache, rede wie ein Wasserfall - und frage mich, welcher Botenstoff dafür verantwortlich ist.

 

 Tatsächlich schüttet das Hirn Endorphine aus, körpereigene Drogen, die dem Schmerz entgegenwirken - und mich als Dreingabe gleich noch mit Euphorie beglücken!